UNSERE PHILOSOPHIE

Lebensraum Weinberg

Der Weinberg ist nicht nur Weinberg, sondern natürlicher Lebensraum für Flora und Fauna. Wir respektieren diese natürliche Ordnung und arrangieren uns mit der Natur, anstatt sie gewaltsam anzupassen. Dies äussert sich in verschiedensten Massnahmen: Pheromonfallen statt Insektizid-Spritzung. Um unwillkommene Insekten von den Reben und den Trauben fernzuhalten, wenden wir eine Hormon-Verwirrungstechnik an, die die Insekten von den Trauben weglockt. So stören wir die natürliche Fortpflanzung der Insekten nicht und werden auch nicht von ihnen gestört. Ausserdem kommt das Unterlassen der Spritzung auch unseren Trauben und später dem Wein zugute.

Traubenschutz

Wir schützen im Herbst unsere Trauben mit Netzen. Das ist für Winzer selbstverständlich, um Vögel davon abzuhalten, ganze Weinberge abzupicken. Was nicht selbstverständlich ist: Unmittelbar nach der Ernte hängen wir alle Netze wieder ab, um unnötiges Risiko für Vögel zu vermeiden. Auch für am Boden lebende Tiere bedeuten die Netze Gefahr: Ein Igel, der sich einmal in den Netzen verheddert hat, kann sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Deshalb hängen wir unsere Netze erst ab einer Höhe auf, die den Bodenbewohnern nicht mehr gefährlich werden kann.

Sorgfältiges Verlesen von Hand statt maschineller Vollernte

Unsere Ernte bringen wir nach althergebrachter Art ein: von Hand und zu Fuss. Das ist nicht nur für unsere Gesundheit förderlich, sondern auch für den Boden und den Wein. Wichtiger für die Qualität unseres Weines ist, dass wir jede einzelne Traube von Hand verlesen und Essigbeeren sowie weitere ungeniessbare Trauben (unreife, altfaule) ausschneiden. Somit gelangen wirklich nur erstklassige und reife Traubenbeeren in die Presse. Das erspart unserem Wein eine künstliche Schönung, um faule und Essig-Noten aus dem Wein auszublenden.

Humane Kultivierung statt maschineller Bewirtschaftung

Für unsere Arbeitsphilosophie ist das Wörtchen „human“ in zweierlei Hinsicht bedeutsam: Wir verlangen der Natur nicht mehr ab, als sie hervorbringen kann. Und wir sind selbst 250 Tage im Jahr in den Reben. Was auch immer zu Fuss und per Hand möglich ist, wird ohne Maschinen bewerkstelligt. Das hat für den Boden besondere Vorteile: Er wird nicht unnötig durch schwere Maschinen komprimiert und verliert dadurch auch nicht seine Lockerheit und Wasserdurchlässigkeit. Das erspart wiederum weitere maschinelle Einsätze, um den Boden wieder zu lockern und die Nährstoffe durch unnötiges Düngen an die Wurzeln zu bringen. Und wir bearbeiten die Rebreihen im jährlichen Wechsel, sprich: wir lassen jede zweite Bodenreihe immer ein Jahr lang in Ruhe.

Qualität statt Quantität

Wir überzeugen uns tagtäglich selbst von der Entwicklung unserer Weinberge und produzieren nicht übermässige Mengen an Trauben. Vor allem junge Reben schonen wir. Das bringt in den ersten Jahren wenig bis keinen Ertrag, ist aber für die spätere Gesundheit der Rebe unerlässlich. Die konsequente Reduktion der Ernte auf die vorgeschriebenen Mengen helfen der Rebe, die dadurch nicht ausgelaugt wird, aber auch dem Wein, der dadurch reifer, vollmundiger und schöner wird. Diese Philosophie hat sich über Jahre hinweg durchgesetzt und bewährt – das sieht man nicht zuletzt an unseren Prämierungen. Überzeugen Sie sich selbst von der Qualität unserer Weine! Zu unserem 40-jährigen Jubiläum haben unsere 40-jährigen Blauburgunderreben einen exzellenten Jahrgang hervorgebracht, der in Winzerkreisen wegen der weit überdurchschnittlichen Qualität bereits jetzt als Jahrhundertjahrgang gehandelt wird.